Aktionsplan der Europäischen Kommission zur Energieeffizienz

Im Oktober 2006 hat Energiekommissar Andris Piebalgs den Aktionsplan für Energieeffizienz zur Senkung des europäischen Energieverbrauchs um 20% bis 2020 vorgestellt. Die Kommission rechnet damit, dass die EU 100 Mrd. Euro jährlich einsparen könnte, sollten die Europäer weniger Energie verbrauchen.

Bildnachweis: BMU

Der Aktionsplan für Energieeffizienz soll in den nächsten sechs Jahren umgesetzt werden. Er sieht 75 Maßnahmen zu zehn Schwerpunktbereichen vor: 

  • Mindestnormen für die Energieeffizienz und Kennzeichnung verschiedener Produktgruppen wie Boiler, Kopierer, TV-Geräte und Lampen (ab 2007)
  • Mindestanforderungen an die Energieeffizienz von Gebäuden und Förderung von Niedrigstenergiehäusern, den so genannten „Passivhäusern“ (2008-2009)
  • Steigerung der Effizienz von Stromerzeugung und -verteilung (2007-2008)
  • Rechtsakte zur Senkung des CO2-Ausstoßes von Pkw auf 120 g CO2/km bei Pkw bis 2012 (2007)
  • Erleichterung einer geeigneten Finanzierung der Energieeffizienz-Investitionen von KMU und Energiedienstleistern (2007-2008)
  • Impulse zur Steigerung der Energieeffizienz in den neuen Mitgliedstaaten
  • Bessere und kohärente Besteuerung im Hinblick auf die Vorbereitung eines Grünbuchs über indirekte Steuern (2007)
  • Sensibilisierung der Öffentlichkeit für Energieeffizienz
  • Steigerung der Energieeffizienz in Agglomerationen durch einen „Bürgermeisterkonvent“ zum Austausch bester Praktiken (2007)
  • Internationale Rahmenabkommen zur Förderung der Energieeffizienz weltweit

Um die Vorgabe des Aktionsplans für Energieeffizienz, bis 2020 20% der Energie einzusparen, zu erreichen, schlägt die Kommission unter anderem vor, dass die Europäer ihre Glühbirnen auswechseln, die Fernsehgeräte und Computer ausschalten, "saubere" Autos fahren und ihre Häuser besser isolieren sollen.

>> Zurück zur Übersicht