Intelligente Stromnetze für saubere Energie

Montag 12. Januar 2009

Der Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland und Europa bleibt auf hohem Niveau. Die heutigen Stromnetze sind jedoch nicht in der Lage, das gesamte Stromvolumen zu transportieren. Keine Frage der Kapazität sondern der Netzstruktur, erklären Experten und fordern intelligentere Netze.

 

Das 20/20/20-Ziel der Europäischen Union hat weiterhin höchste Priorität: Bis zum Jahr 2020 sollen

  • die CO2-Emissionen um zwanzig Prozent sinken,
  • die Energieeffizienz um zwanzig Prozent steigen, und
  • die Erneuerbaren Energien zwanzig Prozent des Bedarfs decken.

Beim letzten Punkt hapert es jedoch, und zwar nicht etwa, weil die Zielmarke zu hoch angesetzt ist, sondern weil die Stromnetze nicht für die speziellen Anforderungen ausgelegt sind. Dies erklärte Keith Redfearn vom US-Multi General Electric (GE). Strom aus erneuerbaren Energien fällt räumlich und zeitlich in unterschiedlich großer Menge an. Dies gilt besonders für die geplanten großen Offshore-Anlagen zur Windenergienutzung auf hoher See.

Die Einspeisung des Stroms führt bei der gegenwärtigen Netzstruktur teilweise zu Problemen. Intelligente Stromnetze könnten hingegen Stromflüsse aus verschiedenen Richtungen berücksichtigen und so auch den aus erneuerbaren Quellen gewonnenen Strom übertragen, sagte Redkearn gegenüber dem Branchendienst Euractiv. Von den verfügbaren Technologien würde derzeit nur ein Fünftel angewandt. Die Integration fluktuierender Energiequellen müsse dabei über eine intelligente Kombination von Hardware (Netz) und Software (Steuerung) erfolgen.

 

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